Über das Linux-Wiki fand ich meine Mitfahrer
Daniel K. Gebhart, Andreas
Kraxner und Michael Brade,
da sich mein Auto aber als etwas zu klein herausstellte, fuhren wir mit
Daniels Auto.
Am Samstag kam um 10.00 Uhr Rico
Kolodzey ins Hotel, unser erstes persönliches Treffen nach jahrelangem
Mailen war endlich erfolgreich gelungen, und wir fuhren zusammen mit meinem
Freund zu den Linuxtagen.
In der Halle angekommen, besuchte ich als als Erstes im Expertenforum
einen Vortrag zum Aufsetzen eines Routers (auf debian) mit Firewall (iptables,
masquerading usw., ich bin nun fast voll im Bilde *g*), danach habe ich
einen der Spezialisten wegen meinem Exim ein paar Fragen stellen können.
Um 12.00 Uhr folgte "Linux und die Welt der
Kommandozeile", sehr informativ, der große Hörsaal konnte
die Besuchermasse kaum fassen.
Was essen, rumschauen an den zahlreichen Ständen,
ich war müde und wo sitzt es sich am besten? Richtig :-), in einem
Vortrag, auf "LyX als graphisches
Fontend zu LaTeX" fiel meine Wahl. Ein super
Vortrag von André Pönitz, ich werde LyX installieren.
Um 16.00 Uhr war "Samba - Linux trifft Windows"
dran, wieder jede Menge Zuhörer, nur überzeugte der Referent
Jörg Reinholz in keinster Weise, so daß ich und viele andere
Zuhörer nach 1/2 Std. den Saal verließen.
Um 17.00 Uhr sprach dann Jens
Kubieziel zu "E-Mails und Daten verschlüsseln - Eine Einführung
zu GnuPG", angefangen hat er ungefähr bei Adam und Eva :-),
daher blieben ihm zum eigentlichen Thema am Schluß kaum mehr als
10 Min. Zeit, leider.
Anschließend ging es zur Key-Signier-Party,
nun "muß" ich ca. 80 Keys signieren und auf den Server
hochladen bzw. den Teilnehmern per Email zuschicken, was eine Menge Arbeit
bedeutet.
Jens konnte ich fragen, wie ich meinen Privatkey (habe
den Schlüssel vor ca. 1 Jahr mit PGP auf Windows erstellt), bei gpg
auf Linux implementiere, er wußte es auch nicht, aber immerhin konnte
er mir sagen, daß dazu was auf der Manpage ziemlich am Ende steht.
Die Pflicht war getan :-), nun folgte der gemütliche Teil des Abends
namens "Social event", Sven
Guckes besorgte mir eine Gastkarte für EUR 15,00. Es gab ein
super Buffet und zur Unterhaltung ein "Linux-Memory", anschließend
Live-Musik. David Kastrup konnte ich seinen Wunsch nach einem Tänzchen
nicht abschlagen, wir waren die einzigen überhaupt, die getanzt haben,
die Blamage hielt sich hoffentlich in Grenzen *g*.
Ach ja, zu Gnoppix
gab es auch einen Stand und ich habe eine CD "erbeutet", ein
ausführlicher Test wird folgen.
Am Sonntag war ich früh dann erst mal nicht
nur mangels Schlaf, sondern auch aufgrund erhöhtem Alkoholgenuß
etwas groggy und daher erst gegen 11.30 Uhr wieder in der Halle.
Den Apache-Workshop habe ich abgesagt, weil der Referent
der gleiche wie beim Samba-Vortrag war - meine Zeit wollte ich sinnvoller
nutzen.
Am Bücherstand war die Auswahl groß und ich
kaufwillig, erstanden habe ich "Hacken
für Dummies", wenn ich das gelesen und umgesetzt habe, kommt
an meine Rechner hoffentlich niemand mehr außer mir dran.
Natürlich will ich mich nicht in andere Rechner einhacken,
vielleicht nur mal probieren, ob ich es könnte *g*.
Und dann noch "C++,
Das komplette Starterkit für den einfachen Einstieg in die Programmierung",
frau will ja nicht dumm sterben :-).
In der Expertenpraxis habe ich zugesehen, wie Daniel beim
Laptop meines Freundes ohne Knoppix das root-Passwort ersetzt/gecrackt
hat, kann ja nicht schaden.
Gegen 14.00 Uhr war ich wieder reif für einen Sitzplatz,
also mußte ein Vortrag her. So richtig sagte mir nichts zu, also
ging ich in "Over the (n)top",
ohne zu wissen, worum es geht.
Das ist ein Programm für Netzwerkadmins, die
mehrere 100 Maschinen betreuen, zum Monitoring, d. h. Überwachung
von Hosts, Traffic, Servern usw.
Fein *g*, für mich etwas überdimensioniert *hihi*,
aber interessant.
Wat mutt, dat mutt, also gings anschließend zu "bark
- der neue Mailer", den Sven Guckes "erfand" und vorstellte.
Nach einer Rauchpause gabs noch "e-Mail-Postfächer
zu 99% spamfrei: Strategien, Methoden, Wirksamkeit" am Beispiel Spamassassin,
nur kann ich das mit dem Hamster
in einem Bruchteil der Zeit genauso effektiv erledigen.
Dort schlich ich mich früher raus, um was zu
essen, und dann zum Vortrag von David "Freie Software, das Universum
und der ganze Rest", welcher sehr unterhaltsam und ein schöner
Ausklang der Linuxtage war, zu spät zu kommen.
Alles in allem: es hat großen Spaß gemacht,
der Input war gewaltig und ich habe einige sehr nette Menschen kennengelernt.
Leider war meine Fotoausbeute gering, da mir am Samstag die Digiknipse
runterfiel und sie danach den Dienst verweigerte.
Nächstes Jahr fahre ich wieder hin, außerdem
gibt es ja noch die "großen" Linuxtage, die jedes Jahr
im Sommer in Karlsruhe stattfinden, mal sehen ... :-).
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